JAZZDOR STRASBOURG-BERLIN FESTIVAL
Für die 18. Ausgabe zieht das jährlich stattfindende, europäische Festival Jazzdor Strasbourg-Berlin nach 15 Jahren im Kesselhaus in der Kulturbrauerei ins Gretchen um, einem Berliner Club im Herzen des Stadtteils Kreuzberg, der wie kein anderer den musikalischen Experimentiergeist Berlins verkörpert. Über den einfachen Ortswechsel hinaus gibt der Künstlerische Leiter von Jazzdor, Vincent Bessières, dem 2007 ins Leben gerufenen deutsch-französischen Festival einen neuen Impuls. Er präsentiert vom 2. bis 5. Juni 2026 ein Programm mit französischem Schwerpunkt und doch mit internationaler Ausprägung und der Offenheit gegenüber den vielfältigen Stilrichtungen, im weitgesteckten Rahmen des Jazz.
Das Festival 2026 versteht sich auch als Treffpunkt für Musikfachleute, und weiterhin als Förder-Plattform für die derzeit kreativsten französischen Projekte, ermöglicht durch die Unterstützung des Centre National de la Musique.
Jeder der vier Berliner Abende trägt sein eigenes Motto:
Der erste Abend stellt das Klavier in den Mittelpunkt und die vielfältigen Klangwelten, die dieses Instrument erkunden kann. Mit dem Trio Wakan, unter der Leitung der französisch-koreanischen Pianistin Francesca Han und dem Projekt Rust des Wunderkindes und Freigeistes des französischen Jazz, Amaury Faye. Als begeisterter Anhänger von New Orleans hat Faye den legendären amerikanischen Schlagzeuger Herlin Riley, einen Weggefährten von Wynton Marsalis und Ahmad Jamal eingeladen.
Für den zweiten Abend hat Jazzdor deutsche bzw in Deutschland lebende Musiker*innen eingeladen, gemeinsam mit französischen Künstler*innen an internationalen Projekten zu arbeiten: Der in Berlin lebende Amerikaner Michael Attias wird von Samuel Ber und Benoit Delbecq begleitet, während der deutsche Posaunist Nils Wogram sich dem Projekt der Französin Hélène Duret, Synestet, anschließt, das in Berlin in Kooperation mit dem Festival Jazz sous les pommiers (Normandie) präsentiert wird.
Der dritte Festivalabend, Donnerstag 4. Juni, steht ganz im Zeichen von elektronischer Musik, mit den rhythmischen und melodischen Tranceklängen der Gruppe Trouble von Antonin Leymarie und der Techno-Jazz-Performance der Band Photons von Gauthier Toux.
Zum Schluss, öffnen wir am Freitagabend das Tor zur Welt mit Projekten, deren Sound sich aus den vielfältigen Herkunftsländern der jeweiligen Bandmitglieder speist: Von der nordischen Folklore inspirierte Musik der Formation Garden of Silences um Clément Janinet bis hin zu den mediterranen Melodien von Mosaic unter der Leitung von Adèle Viret – Einflüsse, die den Jazz bereichern und prägen.
Das Berliner Publikum erwartet also im Juni 2026 im Gretchen eine Ausgabe von Jazzdor mit neuem Konzept und frischer Dynamik, wo jeder Jazz wiederfindet, den er liebt, und gleichzeitig neue, musikalische Horizonte entdecken kann.